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strohhalm Standard (aktiv) von baumeister
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axelm 10. Dezember 2004, 15:07
Hi,
habe meine Site
http://www.usability-now.com
usability tools & webworkers news
auf XHTML CSS umgestellt.
Wollte mal eure Meinung und Feeback haben.
Würdet ihr was anders machen? Fehlt was?
Bis dann & danke
axel
wahsaga 10. Dezember 2004, 15:10
> Fehlt was?
ein design, welches dem häufigen vorwurf, dass auf validen code und usability wert legende seiten immer "so langweilig" aussähen, entgegensteht.
deine seite bestätigt es derzeit nur.
Ingo40 10. Dezember 2004, 15:23
Hi,
sorry, aber auf einer Usability-Seite erwarte ich ein gutes Vorbild - und das sehe ich absolut nicht, z.B.:
- horizontaler Scrollbalken bei jeder Fensterbreite im Firefox
- nicht vernünftig nutzbare Schriftgradeinstellung im IE
- keine Definition der Linkfarben, aber Hintergrundfarbe im Randbereich gesetzt (daß die übrige Seite rosa ist, habe ich mir ja selbst so eingestellt;-)
- keine Möglichkeit, das Fenster zu verkleinern, ohne daß die Texte abgeschnitten werden
- das Menü ist im Textbrowser erst in weiter Ferne erreichbar
- keine Hover-Effekte im viel zu dicht gedrängtem Menü
Gruß
Ingo
Pedrito 10. Dezember 2004, 15:46
Hi, axelm,
war dein Vorbild Nielsen ;-) ?
Usability ist nicht einfach die Abwesenheit von Definitionen, der Browser wirds schon recht machen.
mfG
Pedrito
cantor 11. Dezember 2004, 00:29
@ axelm,
> Würdet ihr was anders machen?
Ja - der Seite mehr Charakter geben und etwas "anhübschen", und darüber hinaus die von Ingo angesprochenen Punkte abarbeiten. Außerdem stelle ich die provokative These auf, daß eine "Allerwelts-Meine-Fotos-Meine-CDs-Homepage" eines Laien sehr viel mehr Usability bieten kann als Deine Seite (Du darfst das auch gerne an meiner eigenen Homepage überprüfen).
@ ingo
Ich habe i.a. wenig Verständnis für die CSS-Freaks, die mit ausgefeilten User-Stylesheets im Netz unterwegs sind. Meiner Erfahrung nach sind diese User weniger darauf aus, sich konkrete Erleichterungen beim Betrachten der besuchten Seiten zu verschaffen, sondern eher "Fehler" anderer Webautoren aufzudecken.
@ all
Meiner Meinung nach sollte man sich davor hüten, bei der Erstellung von Webseiten _nur_ den Gurus und Puristen nachzueifern. Denn die stellen sicher nicht die Mehrzahl der Besucher. Das Ziel muß m.E. darin bestehen, ein optimales Verhältnis Aufwand-Nutzen (unter Berücksichtigung der Zielgruppe) zu erreichen. Wenn darüber hinaus freie Kapazitäten oder eine "Mission" bestehen - umso besser. Dann kann man sich den Luxus leisten, Seiten zu erstellen, die _zusätzlich_ zu der eigenen Zielgruppe _auch_ noch unter den strengen Augen der Anhänger der reinen Lehre Gnade finden. ;-)
Ingo40 11. Dezember 2004, 10:46
Hi,
> Ich habe i.a. wenig Verständnis für die CSS-Freaks, die mit ausgefeilten User-Stylesheets im Netz unterwegs sind.
Da irrst Du Dich aber gewaltig... Gerade Anfänger probieren gern mal die Browseroptionen aus. Als ich mit dem Internet angefangen hatte - zu Zeiten, in denen ich CSS nicht mal dem Namen nach kannte und es auch noch kaum eingesetzt wurde, war eine meiner ersten Übungen, erstmal die vom Browser ja so leicht zugänglichen Schrift- und Farbeinstellungen zu ändern (damit kann man ja nichts "kaputt" machen).
Und es ist doch nun wirklich ein Klacks, zu color:black auch noch backround:white (wenn's denn Schwar-Weiss sein soll) und Farbdefinitionen für A anzugeben. Auf einer Usability-Seite erwarte ich einfach, daß die Grundlagen der Usability berücksichtigt werden, und wenn ich hier (m)einen rosa Hintergrund sehe, dann stelle ich die Usability-Kenntnisse zunächst mal infrage.
Aber Du bist hier wirklich nicht allein. Selbst auf den Biene-prämierten Seiten haben dies einige vergessen.
Gruß
Ingo
cantor 12. Dezember 2004, 21:08
> Da irrst Du Dich aber gewaltig... Gerade Anfänger
> probieren gern mal die Browseroptionen aus.
Bis zum Beweis des Gegenteils glaube ich das nicht. Im IE sind die Vorgaben "aktiv" gar nicht so einfach zu verstellen und wer sich bis zu diesem Menü durchhangelt, ist kein "Anfänger". Und User von Opera oder Firefox sind in der ganz überwiegenden zahl der Fälle keine Anfänger und können die Folgen ihres Tuns genauein schätzen.
> Und es ist doch nun wirklich ein Klacks, zu color:black
> auch noch backround:white (wenn's denn Schwar-Weiss sein
> soll) und Farbdefinitionen für A anzugeben.
Redundante Angaben blähen Stylesheets nur unnötig auf.
Und um nochmal auf den kern meiner Aussage zurückzukommen: Wenn sich ein User die Schriftfarbe hellgelb, den Hintergrund giftgrün und Links hellgrau einstellt, darf er sich auch nicht wundern, wenn besuchte Seiten "unschön" aussehen oder ggf. nur eingeschränkt nutzbar sind.
Warum hast Du den Hintergrund rosa eingestellt? Wenn es Dir gefällt, darfst Du schließlich nicht meckern, wenn Du auf einer Seite rosa siehst. Und wenn Du es gar nicht magst, hättest Du es eben nicht so einstellen sollen. Einstellungen vornehmen, um Schwächen in Autoren-Stylesheets aufzudecken, ist m.E. Selbstzweck.
> Aber Du bist hier wirklich nicht allein. Selbst auf den
> Biene-prämierten Seiten haben dies einige vergessen.
Und Du bist sicher, daß das keine bewußte Entscheidung war?
Ingo40 13. Dezember 2004, 13:27
Hi,
> Redundante Angaben blähen Stylesheets nur unnötig auf.
Also bei einer zusätzlichen Farbangabe von "Aufblähen" zu reden, ist doch Blödsinn. Und wer vorgibt, sich mit Usability intensiv zu befassen, sollte so etwas erst recht nicht schreiben.
Es gibt zwei Möglichkeiten:
1. _keine_ Farben definieren, dann überläßt man es den Usereinstellungen, was unter dem Aspekt der Usability gar nicht verkehrt ist. Denn es kann durchaus sein, daß ein User mit einer Farbenblindheit bestimmte für sich optimale Kombinationen eingstellt hat. Aber auch, wer "nur so" andere Farben voreingestellt hat, wird diese so gewählt haben, daß sie zueinander passen (wenn nicht, _dann_ ist er es selbst schuld).
2. _alle_ Farben definieren.
Alles andere ist einfach Murks. Der CSS-Validator hatte bis vor gar nicht so langer Zeit noch entsprechende Warnungen ausgegeben, wenn man nur die Schrift- oder nur die Hintergrundfarbe angegeben hatte. Wenn man nur die Schriftfarbe vorgibt, riskiert man, daß ein Besucher im ungünstigsten Fall außer den Links nichts sieht. Gibt man nur die Hintergrundfarbe vor, kann es sein, daß die Schrift und/oder die Links unsichtbar sind.
Und ich wüßte selbst beim IE nicht, wieso die Einstellung der Farben kompliziert sein sollte. Extras - Internetoptionen und schon sehe ich den Button "Farben".
Übrigens: Checkpoint 2.2 in
http://www.w3.org/TR/WCAG10-TECHS/#tech-color-contrast sagt aus "Ensure that foreground and background color combinations provide sufficient contrast when viewed by someone having color deficits or when viewed on a black and white screen."
Gruß
Ingo
Pedrito 13. Dezember 2004, 18:17
Hi, cantor,
>Redundante Angaben blähen Stylesheets nur unnötig au
Ein durschnittliches Stylesheet hat bei mir etwa 800 nicht allzu redundante Zeilen. Wenn du das sauber strukturierst und auskommentierst, belastet das niemanden.
mfG
Pedrito
cantor 13. Dezember 2004, 20:43
> Wenn man nur die Schriftfarbe vorgibt, riskiert man,
> daß ein Besucher im ungünstigsten Fall außer den Links
> nichts sieht.
Das trifft aber nur dann zu, wenn im Userstylesheet nur die Hintergrundfarbe und nicht die Schriftfarbe definiert ist (denn im Zweifel "gewinnt das User-Stylesheet immer). Und das wiederum ist doch genau das, was den Autoren-Stylesheets vorgeworfen wird.
Im übrigen macht ein simples
* {color: inherit; background-color: inherit;} Autoren-Stylesheets schon recht robust gegen Spielereien in User-Stylesheets, ohne daß überall auch explizit eine Hintergrundfarbe definiert werden muß.
creisi 13. Dezember 2004, 23:19
> Das trifft aber nur dann zu, wenn im Userstylesheet nur die Hintergrundfarbe und nicht die Schriftfarbe definiert ist
Nein, nicht unbedingt. Ich habe z.B. im Firefox als Grundfarben für Schrift und Hintergrund andere Farben als weiss und schwarz eingestellt, (wohlgemerkt, nicht in einem Userstylesheet, sondern in den Browsereinstellungen), damit ich beim Entwickeln gleich sehe, wenn ich eine Farbangabe vergessen habe. Hat nun eine Seite z.B. nur eine Schriftfarbe definiert, wird die definierte Schriftfarbe angezeigt und die Hintergrundfarbe von meinen Browsereinstellungen, was mitunter dazu führt, dass gar kein Text zu erkennen ist, wenn die Hintergrundfarbe von meinen Browsereinstellungen identisch ist mit der Schriftfarbe vom Autoren-Stylesheet. Und der Internet Explorer z.B. nimmt sogar die Hintergrundfarben, die man in den Systemeinstellungen als "Fensterhintergrundfarbe" definiert hat, nicht nur für body, sondern z.B auch für Inputfelder. Von daher ist man einfach auf der sichereren Seite, wenn man beides definiert.
Gruss
creisi