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amanojaku.org 20. September 2004, 16:06
hi com,
folgendes Arbeitszeugniss wurde mir ausgestellt und ich war auch eigentlich ganz zufrieden. Jemand sagte mir aber der eine Absatz (der fett markierte) bedeute ich sei ein schlaumeier (was ja auch stimmt *g*) und ansich bin ich mir irgendwie nicht mehr so sicher daß das alles so nett ist.
Bitte, wer Ahnung hat möge doch kurz drüber schauen und mir sagen was da wie negativ gemeint ist und was nicht bzw. wo man was wie verbessern sollte um eine glatte 1+ draus zu machen ja? danke!
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ARBEITSZEUGNIS
Herr XXX war in der Zeit vom XXX bis zm XXX in unserer Agentur als Leiter der Web-Entwicklung beschäftigt.
Zu seinen Aufgaben gehörten u.a. folgende Tätigkeiten:
- Konzipierung und Umsetzung von Websoftware
- Umsetzung von Designs mit XHTML/CSS
- Kundenberatung und Support
Alle ihm gestellten Aufgaben ging Herr XXX zielstrebig und äußerst gewissenhaft an und erfüllte sie immer zu unserer vollsten Zufriedenheit Er überzeugte stets mit seinem Fachwissen, seiner Erfahrung in den jeweiligen Programmen und mit seinen Ideen.
Das Verhalten von Herrn XXX war immer vorbildlich. Durch seine Vertrauenswürdigkeit und seinen Teamgeist war er bei der Geschäftsleitung und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gleichermaßen anerkannt und sehr geschätzt.
Herr XXX verlässt die Agentur auf eigenen Wunsch. Wir bedauern dies sehr.
Wir bedanken uns bei Herrn XXX für seine ausgezeichneten Leistungen und sein großes Engagement und wünschen ihm für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute.
wwdent 20. September 2004, 17:41
Naja, ich würde das nicht zu ernst nehmen. Wären die anderen Passagen nicht ausnahmslos positiv, würde ich aber ebenfalls auf den Gedanken kommen, daß da jemand nervt ;-), aber so...
Außerdem rufe ich grundsätzlich beim vorherigen Arbeitgeber an und kläre telefonisch die wahren Qualitäten / Gründe des Ausscheidens etc.
Gruß,
Wolfgang
Kub 20. September 2004, 19:18
Sers,
die Formulierung kenn ich leider noch nicht, denke aber ned dass allzu neg. ist.
wichtig ist ja "vollsten Zufriedenheit" und der schlußsatz.
Einie gute Quelle - wenn auch bezogen auf Praktikumszeugnisse - ist:
http://www.wiwi-treff.de/home/index.php?mainkatid=3&ukatid=3&sid=304&artikelid=267&pagenr=0
Viel Erfolg,
Kub
amanojaku.org 20. September 2004, 19:33
> Außerdem rufe ich grundsätzlich beim vorherigen Arbeitgeber an und kläre telefonisch die wahren Qualitäten / Gründe des Ausscheidens etc.
Ist das nicht hochgradig illegal bis sogar unschön?
bananajoe 20. September 2004, 19:37
nach meiner erfahrung bisher:
> Alle ihm gestellten Aufgaben ging Herr XXX zielstrebig...
besser: "ging Herr XXX stets zielstrebig"
> Das Verhalten von Herrn XXX war immer vorbildlich.
auch hier fehlt die überhöhung "stets".
> Er überzeugte stets mit seinem Fachwissen, seiner Erfahrung
> in den jeweiligen Programmen und mit seinen Ideen.
an dem satz stosse ich mich ein wenig, klingt ein wenig nach: "er schwafelt gerne"
auch wäre hier besser "seinem fundierten fachwissen"
aber:
a) ich bin kein arbeitgeber
b) finden sich solche umschreibungen zuhauf in viele zeugnissen
B
bananajoe 20. September 2004, 19:46
>> Außerdem rufe ich grundsätzlich beim vorherigen
>> Arbeitgeber an und kläre telefonisch die wahren Qualitäten
>> / Gründe des Ausscheidens etc.
> Ist das nicht hochgradig illegal bis sogar unschön?
warum, als cheffe würd ichs genauso machen.
große firmen machen das weniger.
B
amanojaku.org 20. September 2004, 21:14
> warum, als cheffe würd ichs genauso machen.
> große firmen machen das weniger.
Das geht doch meinen ex-cheff nix an wo ich jetzt arbeite oder? Und wenn mein ex-chef merkt daß ich jetzt bei einer Firma arbeite die mit ihm in Konkurenz steht wird er einen Teufel tun und auch nur ein gutes Haar an mir lassen oder?
Also bitte, das ist jawohl sowas von daneben oder?
wwdent 20. September 2004, 21:57
> Ist das nicht hochgradig illegal bis sogar unschön?
Weder noch. Das ist das Ergebnis des Zwangs zur wohlwollenden Beurteilung, die zur Folge hat, daß es ausschließlich Supermänner und -frauen auf dem Arbeitsmarkt gibt.
Ein schönes Beispiel, wie der vermeintliche Schutz wehrloser Arbeitnehmer das genaue Gegenteil bewirkt.
young 15. Oktober 2004, 22:25
Beim ehemaligen Arbeitgeber ist doch okay ... allerdings würd ich es bei größeren Firmen wohl eher sein lassen. Der Personalchef von Konzern Xyz könnte dann doch ein wenig grantig werden, wenn andauernd das Telefon klingelt *gg*Walter
Earl 17. Oktober 2004, 14:20
> > Ist das nicht hochgradig illegal bis sogar unschön?
>
> Weder noch.
Hmm, illegal ist es, wenn der Arbeitnehmer nicht ausdrücklich zustimmt. Problem an der Sache ist, dass dies eh meist mündlich gemacht wird, und man sehr schwer nachweisen kann, dass man nicht gefragt wurde.
Ansonsten darf der Arbeitgeber nichts über seinen ehemaligen Angestellten verraten.
Gruß
P.S.: Man muss sich natürlich bewusst sein, dass innerhalb einer Region sich die Personalchefs öfters mal bei Tagungen/Lehrgängen treffen und daher auch kennen. Da wird abends beim Bier bestimmt mal drüber geplaudert.
P.P.S.: Das ganze Trara um Arbeitszeugnisse nimmt immer mehr lächerliche Züge an.